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Schreiben
bedeutet viel ...
manchmal sogar ein Zwang,
Gedanken, Gefühle in Worte zu fassen,
allein, für sich
reflektieren, phantasieren,
was wäre, wenn ...
zu Ende führen.
Leidenschaft, Trauer, Wut,
in Worte zu kleiden,
und zu Papier zu bringen.
Beobachtungen einfangen,
Figuren an Fäden ziehen,
sich mitteilen,
und dabei anderen
in die Seele sehen.
Teilhaben,
mitfühlen,
strukturieren,
Phantasie inspirieren und beflügeln über die Grenzen
des
Darf das sein,
darf man das so sagen,
darf man das so schreiben?
hinaus segeln. |
Den
eigenen Horizont erweitern,
Dämme und Mauern durchbrechen,
sich einhüllen in eine neue Dimension.
Beobachtung:
Zwei Menschen unterhalten sich,
jeder pocht auf seinen Standpunkt,
trotzdem existiert noch
mindestens eine
zusätzliche Ebene
vor,
während,
und nach dem Gespräch.
Zwischen den Zeilen tanzen Gefühle
Höflichkeitsfloskeln rieseln aus dem Mund
wie feiner Sand
durch die Lebensuhr
Angst vor Wahrheit
Angst vor Wut
Angst vor Provokation
Angst vor Konsequenz.
Die Wahrhaftigkeit verschwimmt,
und verschwindet im Nichts
der gesellschaftlichen Konvention.
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Keiner
der Beiden gibt nach,
keiner der Beiden gibt zu,
dass viel mehr existiert,
als Laute,
zu Worten geformt,
zu Sätzen gebildet,
dem Mund,
wohlbedacht und überlegt, entschwinden.
Kommunizieren, nennt man das,
aufeinander zusteuern, ist angesagt,
miteinander Lösungsansätze formulieren, ist das Ziel,
sich geschickt um Konflikte,
offen ausgetragen,herum lancieren.
Dort weiter schreiben,
wo Andere aufhören zu reden.
Ein Wort,
ein Satz,
ein Gedanke,
eine Idee,
eine Geschichte,
einmal aufgeschrieben, bleibt.
Jetzt, hier, heute, gestern
und morgen immer noch.
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